Mit Walt Disney in die Zwanziger

Schon sind sie da die Zwanziger Jahre!!! Und ich bin mittendrin – und ihr auch. Als Kind schien mir die Ära der zwanziger Jahre mystisch. meine Großeltern waren Kinder und hatten schon einen Krieg, den Tod des Vaters und die Vertreibung aus der Heimat erlebt. Berlin wurde vor 100 Jahren zu Großberlin aus mehreren kleineren Städten. Es hat mich bewußt oder unbewußt in meiner Entwicklung begleitet und geprägt. Und plötzlich gibt es sie wieder, die zwanziger Jahre! In guter Gewohnheit habe ich mich auch in diesem Jahr mit dem Thema Vorsätze und Erreichen von Zielen beschäftigt. Dabei kam mir eine sehr wirksame, häufig genutzte Übung im Coaching in den Sinn: “ Die Walt-Disney-Methode (auch Walt-Disney-Strategie genannt; im englischen Sprachraum Disney method) ist eine Kreativitäts-Methode auf der Basis eines Rollenspiels, bei dem eine oder mehrere Personen ein Problem aus drei Blickwinkeln betrachten und diskutieren.

  1. Der Träumer ist subjektiv orientiert und enthusiastisch, enthält sich aber eines praktischen Urteils zu einer Idee oder Analyse.
  2. Der Realist nimmt einen pragmatisch-praktischen Standpunkt ein, entwickelt Aktivitätenpläne und untersucht die notwendigen Arbeitsschritte, -mechanismen und Voraussetzungen.
  3. Der Kritiker fordert heraus und prüft die Vorgaben der anderen. Ziel ist konstruktive und positive Kritik, die hilft, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren.

Die Methode kann sowohl von Einzelpersonen als auch von Gruppen angewendet werden. Sie ist besonders hilfreich, wenn es darum geht, Ziele und Visionen zu konkretisieren und alltagstauglich zu gestalten.“ Wikipedia lieferte mir diese zusammenfassenden Gedanken dazu. In der täglichen Entscheidungsfindung zeigt sich die großartige Anwendbarkeit der Methode. Habt ihr zum Beispiel vor, mit wenig Geld ein eigenes Unternehmen aufzubauen, stellt euch mal die drei Stühle hin und nehmt Platz. Was sagt euer träumendes Ich zur Idee?, dann Platzwechsel zum kritischen Ich – vermutlich wird es gleich ungemütlich vor sich hin grummeln, dann schaut noch mal beim realistischen Ich vorbei. Vielleicht gibt es da schon einen konkreten, mit Zahlen unterfütterten Plan für die Geschäftsidee, das realistische Ich traute sich nur noch nicht aus der Reserve… Nur Mut! Es mag ungewohnt klingen, sich auf solchen Selbstversuch einzulassen. Mit ein bisschen Übung und Zeit gelingt es immer besser, mit sich selbst in Kontakt zu kommen, um die eigenen Ressourcen zu erkennen oder auszugraben. ich vermute, der große Erfolg Walt Disneys begründet sich auch in der konsequenten Anwendung dieser Methode, da auch scheinbar sinnlose, ineffektive, nicht lösbare Ideen zum Vorschein kamen und es wert waren, von allen Seiten intensiv betrachtet und eventuell ausprobiert zu werden!

Die Methode geht auf Robert B. Dilts zurück, der über den berühmten Filmproduzenten und Zeichentrick-Pionier Walt Disney schrieb:

„… tatsächlich gab es drei Walts: den Träumer, den Realisten und den Miesepeter – …there were actually three different Walts: the dreamer, the realist, and the spoiler

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