Alle Beiträge von Anke Boche-Koos

Mach eine Pause und freue Dich über das Erreichte

„Mache eine Pause und freue Dich über das Erreichte!“

Dieser Satz von Marshall B.Rosenberg begleitet mich seit zehn Jahren. Zu dieser Zeit begann ich mich immer intensiver mit der Methode der Gewaltfreien Kommunikation zu beschäftigen. Ich besuchte verschiedene Seminare und Veranstaltungen zur Thematik und blieb dennoch äußerst skeptisch. Einfach so eine Pause machen als berufstätige Mama? Täglich im Balanceakt zwischen den unterschiedlichen Welten und Rollen, in denen ich unterwegs war. Da haben Pausen wenig Platz. So dachte ich jedenfalls. Ganz langsam, über die Jahre, habe ich für mich entdeckt wie wohltuend es für mich und mein Umfeld ist, wenn ich genügend Pause mache und mich über das Erreichte freue! Wie sieht es in eurem Alltag aus? Gibt es genug Zeit und Raum, Gelungenes zu feiern? Sind Pausen im Tagesablauf vorgesehen? Freut ihr euch, wenn etwas gelungen ist oder ihr in Verbindung kommt mit einem erfüllten Bedürfnis? Schaut mal was genau dazu beigetragen hat, dass ihr euch erfüllt und zufrieden fühlt? Wenn ihr es herausgefunden habt, macht mehr davon. Dann werdet ihr noch zufriedener werden. Diese Impulse aus Coaching und GFK bilden in meiner Welt eine Grundlage für Selbstliebe und Selbstfürsorge. Wenn ich selbst mit meinen Bedürfnissen in Kontakt bin kann ich für meine innere Balance sorgen, indem ich zum Beispiel täglich einfach mal fünf Minuten nichts tue. Probiert es einmal für eine Woche aus. Ich genieße heute täglich dieses kleine Ritual und denke dabei voller Dankbarkeit auch an Marshall B.Rosenberg.

Mensch ärgere Dich !


Vielleicht reibt ihr euch verwundert die Augen und lest innerlich – Mensch ärgere Dich nicht ! – Das ist das Erwartbare und Bekannte, stimmt. Die meisten von uns sind mit dem Spieleklassiker aufgewachsen, haben es manchmal geliebt und manchmal gehasst, je nachdem wie die Glücksfee das Würfelglück begleitete… Vielleicht sind dann manchmal auch die Spielfiguren über das Feld gekullert oder mit einem Wisch vom Tisch gefegt worden… Genau, ihr ward wütend und sauer, weil das Spiel anders als gedacht ausging. Wut ist eine Lebensenergie und ein Wecker! Aus Sicht der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) sind Ärger und Wut Schutzgefühle, die uns auf unsere unerfüllten Bedürfnisse hinweisen.
Wie beim Spielen begegnen wir der Wut auch im Alltag, z.B. auf der Arbeit. Schon wieder ist der Schreibtisch zugemüllt, nichts ist wiederzufinden, verdammt! Oder immer muss man den Kollegen hinterherlaufen, damit sie an das bevorstehende Meeting denken. Diese Beispiele gibt es in endloser Zahl im beruflichen und privaten Kontext. Wenn ihr also beim nächsten Mal seht, dass der Schreibtisch unaufgeräumt ist , ihr euch aufregt und wütend seid, stoppt, bedankt euch bei eurem inneren Wecker, dass ihr noch lebendig seid und euch ärgert. Dann überlegt mal, „Weiß mein Kollege eigentlich, dass mich die Unordnung stört, habe ich es schon deutlich geäußert oder habe ich stillschweigend vorrausgesetzt, dass er nmeine Ordnungskriterien erahnt?“ Vielleicht ergibt es sich, in einer Pause mal genau danach zu fragen oder auch eine positive Rückmeldung zu geben, wenn der Schreibtisch zu Beginn des Tages aufgeräumt war. Mit ein bisschen Übung und Sensibilisierung gelingt es ganz schnell so eine Änderung in den Alltag einzubauen. Dann wird die Wut und der Ärger zum Zeichen von Lebendigkeit für meine eigenen Bedürfnisse und nicht gegen meine Mitmenschen. Und dann wird das Miteinander friedvoller und es gibt weniger Anlässe, die uns wütend werden lassen.

Wende Dich stets der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter Dich!

Wende Dich stets der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter Dich!

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Oder wie ein berühmter und berüchtigter Staatenlenker zu sagen pflegte:“Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“ Septemberbeginn, das letzte Quartal im Jahr beginnt bald ! Der Sommer ist schon wieder vorbei, die zu Beginn des Jahres fest vorgenommenen Vorsätze sind noch nicht verwirklicht, das Umsetzen der neuen Strategien für mehr Leichtigkeit und Lebendigkeit stagnieren, ein spannenderes Arbeitsprojekt ist noch immer nicht in Sicht…STOPP!!! Das, was Energie für den nächsten Schritt nach vorn raubt ist das ständige Vergleichen mit dem was noch nicht perfekt ist, was früher leichter, besser und schöner war. War es das wirklich? Oder spielt uns unsere positive Verklärung der Vergangenheit einen Streich ? Wende Dich der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter Dich – für mich bedeutet das Optimismus und Kraft für den nächsten Schritt wahrnehmen und ihn dann auch tun. Selbst in die Verantwortung kommen und sie konsequent weiter tragen bis zur Erreichung des selbst gesteckten Ziels. Wieviel einfacher ist es zu sagen:“ Ich kann dies und das nicht erreichen, weil ich heute nicht mehr so fit bin wie früher, weil ich nicht genug Geld habe, weil ich keine Ahnung habe, wie etwas funktionieren kann!“ STOPP!!! Schaut doch mal ob es euch möglich ist, dass Negative mit den vielen °nicht° Formulierte genau ins Gegenteil zu verkehren! Vielleicht so: „Ich bin heute für etwas anderes fit als früher, ich kann mit wenig oder gar keinem Geld dies und das erreichen, ich mache mich über Zusammenhänge schlau, damit ich Ahnung davon habe!“ Diese Ermunterung möchte ich euch für einen zauberschönen Herbst mitgeben. Übrigens, früher hätte ich auch gesagt:“Och, so ein schönes Foto von einer Sonnenblume hätte ich auch gern mal… Letzten August habe ich es selbst aufgenommen und freue mich jedes Mal, wenn ich es anschaue!“

Was träumen Sie, wenn Sie wach sind?

Hermann Scherer stellt diese Frage in seinem Buch „Schatzfinder“. Und mich erreicht er damit voll und ganz. Coaching besteht oft erst einmal aus Träumen, Ideen sammeln und Spinnen – ein „was wäre, wenn…“. Kinder schöpfen bei solchen Träumerein aus dem Vollen, sie sehen noch eine unendliche Blumenwiese voller Möglichkeiten vor sich. Später, nach Ausbildung oder Studium und Eintritt in die Berufstätigkeit sieht das meist ganz anders aus. da gibt es dann das Alltagsgeschäft, da sind die Brötchen zu verdienen, die die Familie ernähren, da ist das Alter oder die Gesundheit oder die Unabkömmlichkeit am Arbeitsplatz, die uns verharren lassen und die Träume verjagen.Vielleicht ist es auch so, dass sich eine Stagnation durch den Verlust von Arbeit eingeschlichen hat. Es scheint sehr mühevoll, neue Optionen zu denken oder gar zu träumen. Aus eigenem Erleben weiß ich wie wichtig es ist, scheinbar Unrealistisches zu träumen und dann Schritt für Schritt darauf hin zu arbeiten. Wichtig sind dabei kleine, machbare und überschaubare Ziele, die sich erreichen lassen. So können Sie z.B. ewig davon träumen, im Unternehmen nach langen Jahren etwas Spannenderes arbeiten. Wenn die Vorgesetzten niemals davon erfahren, wird es nichts werden. Trauen Sie sich aus der Deckung, zeigen Sie sich mit Ihren Träumen, sprechen Sie konkret aus, was Sie möchten. Je genauer Ihr Gegenüber weiß was Sie wollen, desto höher ist die Chance auf Erfüllung. Das gilt übrigens nicht nur im beruflichen Bereich. In der Partnerschaft, den Kindern gegenüber oder im Freundeskreis ergibt sich ein gutes Übungsfeld für das Ausprobieren von Träumen. Vielleicht entspricht es Ihrer Traumvorstellung, , jeden Dienstag gemeinsam mit allen Kindern zu essen. Dann sprechen Sie es aus. Erzählen Sie allen Beteiligten davon und werben Sie dafür. Sehr wahrscheinlich wird Ihr Traum Realität. Vielleicht träumen Sie davon, endlich das zu tun, was Sie immer schon mal machen wollten?! Dann starten Sie jetzt! Schauen Sie was es braucht, um den Traum real werden zu lassen. Schreiben Sie Pro und Contra auf – Sie werden überrascht sein, oft gewinnt das Pro. Dann schauen Sie, welche Ressourcen Sie für Ihren Traum brauchen und welche Sie schon haben. Ressourcen können neben Geld und Dingen auch Menschen, Häuser , Wissen, Sprachen,etc. sein.“Was träumen Sie, wenn Sie wach sind?“ ist also eine Inspiration für den Alltag . Haben Sie Mut und Humor für die kleinen und großen Abenteuer, die das Leben uns allen bietet, wenn wir Träume leben!

Das Leben ist schnell genug

Dieser Satz stand auf einem kleinen Teller in einem zauberhaften sächsischen Kaffeehaus. Gerade hat die zweite Jahreshälfte begonnen, die Tage werden wieder kürzer. Schnell noch die Sommerfeste und Grillpartys organisieren, die lauen Sommernächte im Freien verbringen, bevor es zu kalt ist. Freiberufler haben die neuen Jahresplaner für das kommende Jahr besorgt und sind mental schon mit dem Programm 2020 beschäftigt. In Schulen und Verwaltungen aller Art laufen die Planungen auf Hochtouren. Die Urlaubsreisen wollen ob der günstigen Preise rechtzeitig geplant sein, die begehrten Kurse für Hobbys sind auch rechtzeitig zu buchen, um einen sicheren Platz zu haben.Geht es euch auch so? Das Gefühl, sich immer schneller um immer mehr Dinge gleichzeitig kümmern zu müssen, scheint ein weit verbreitetes Phänomen der modernen Welt zu sein. „Das Leben ist schnell genug.“ kommt wie ein kleines Stoppzeichen daher, unaufdringlich, dennoch mit viel Tiefgang.Vielleicht ist es ja möglich, sich jeden Tag daran zu erinnern? Vielleicht dient dieser Satz als Impuls zur Gegenbewegung? Jeden Tag darf ich mich entscheiden, eine Alltagsangelegenheit langsam und in Ruhe zu tun – oder – auch mal nicht zu tun. Stattdessen darf ich mindestens zehn Minuten nur atmen und mich wieder neu sammeln für die vielen anderen zu lösenden Aufgaben. Vielleicht kann ich mir für einen Tag auch vornehmen, eine Sache nach der anderen zu erledigen anstatt mehrere gleichzeitig? „Das Leben ist schnell genug.“ Vielleicht gönnt ihr euch eine Pause bei einem Lieblingsgetränk und schaut einmal, was macht euer Leben eigentlich so schnell? Müsst ihr das Tempo wirklich beibehalten? Gibt es genug Pause in eurem Leben zum Kraft schöpfen und Ideen entwickeln? Wie wäre es, zum Start in die zweite Jahreshälfte mal eine kleine Bilanz zu ziehen was ihr Wunderbares in den ersten Monaten geschafft habt, worauf ihr stolz seid, wo ihr postive Energie tanken könnt. Diese positiven Dinge baut auch für die kommenden Monate ein, schaut, was ihr am Ende des Jahres erreicht haben wollt, für euch, für euer Wohlbefinden. An manchen Tagen wird auch weiterhin das Leben nicht schnell genug sein, wenn ihr euch auf etwas freut oder Dinge voranbringen wollt. An anderen ist es aber auch erlaubt, inne zu halten, zu atmen und langsam,Schritt für Schritt zu gehen, denn „Das Leben ist schnell genug.“

Werdet glücklich!

Was für eine Aufforderung !!!! Als wenn das so einfach wäre mit dem glücklich werden. Und was bedeutet eigentlich GLÜCK ? Bin ich, wenn ich diese Aufforderung an mich und mein Leben lese im spontanen Abgleich mit dem Ist-Zustand schon wieder unglücklich? Brauche ich mich nur ein bisschen mehr anzustrengen, mehr Werbung konsumieren, endlich meinen Style an den aktuellen Trend anpassen und den Körper tunen, um im momentan vorherrschenden Glücksbegriff mithalten zu können? Oder ist nicht gerade der Glücksbegriff vom Entmisten und Aussortieren geprägt? Das befreiende Gefühl, weniger zu besitzen, meine Kleidung farblich und nach Ideen einer australischen Aufräum-Ikone gefaltet von oben in einer Schublade schneller auswählen zu können? „Werdet glücklich!“ , diese Aufforderung lähmt mich in ihrer Komplexität und gleichzeitig möchte ich genau das! Geht es euch genauso? Als Coach frage ich natürlich: „Was bedeutet für Dich, in Deiner Welt Glück, was ganz genau, im Augenblick? Wann hast Du schon mal Glück empfunden oder gedacht, dass Du ein Glückspilz bist?“ Dieses Innehalten und gewahr werden, dass es tatsächlich Glück schon einmal für Dich gegeben hat, ist der berühmte erste Schritt. Nun geh weiter und überlege Dir wie Du mehr dieser glücklichen Momente kreiieren kannst! Falls Deine Erinnerung an Dein persönliches Glück an eine bestimmte Jahreszeit, Geld oder besondere Orte gebunden sind, schau mal, ob Du noch andere Momente aus Deiner inneren Schatzkiste aktivieren kannst, damit Du Dich nicht selbst sabotierst beim glücklich sein! Denn, wenn Du Dich an Deinen Abi-Ball als glücklichen Moment erinnerst, dann wird so ein Moment wohl nicht noch einmal kommen, stimmt`s? Verbinde Dich beim Erinnern an einen glücklichen Moment mit Deinen Bedürfnissen, die genau in diesem Augenblick völlig gestillt und erfüllt waren… Vielleicht war Dein Bedürfnis nach Leichtigkeit,Feiern und nach Verbindung erfüllt und Du bemerkst , jetzt in Deiner Erwachsenenwelt hättest Du manchmal gern wieder mehr davon. Dann erfinde doch die passenden Momente und Erlebnisse, die Dir Deine Bedürfnisse heute erfüllen. Wie wäre es mit einer spontanen Party, einer Disco im eigenen Wohnzimmer oder einem regelmäßigen gemeinsamen Essen mit den erwachsenen Kindern. „Werdet glücklich!“ das ist ein aktiver, sich stets verändernder Prozess. Die eigenen Werte und Strategien, sich glücklich zu fühlen und glücklich zu sein, entwickeln sich permanent weiter.
Wie toll, denn so haben wir jederzeit die Möglichkeit, selbst am Glücksrad zu drehen!

Die ganze Welt ist voller Sachen

„Die ganze Welt ist voller Sachen ,und es ist wirklich notwendig, dass jemand sie findet. Und das tun die Sachenfinder.“
Genau dieses Zitat von Pippi Langstrumpf im Gespräch mit ihren Freunden Thomas und Annika geistert mir den ganzen Tag durch den Kopf. Was ist denn in unserer Zeit der Eile und Hektik mit den Weisheiten unserer Kindheit? Sind sie noch brauchbar , geben Sie uns noch Halt? Haben sie sich vielleicht als unpassend für unser Erwachsenenleben herausgestellt? Es ist spannend, einmal einen kleinen Ausflug zurück zu unternehmen und uns zu erinnern: Welche Zitate unserer Kindheitshelden haben uns geprägt? Bei mir ist es Pippi Langstrumpf, aber auch Pittiplatsch gewesen. Die Weisheit dieser liebenswerten Figuren erschließt sich mir erst jetzt so richtig.Das Sachen finden gehört auf jeden Fall dazu. Geht es euch auch so, ihr wollt die schönste Muschel am Strand finden?Stundenlang sucht ihr danach, haltet erschöpft einen Augenblick inne- und da liegt sie plötzlich neben euch im Sand! Oder auf der Suche nach einer beruflichen Neuorientierung stöbert ihr durch das weltweite Netz, zermartert euch Herz und Hirn- und dann trefft ihr bei einem Seminar, das ihr eigentlich schwänzen wolltet auf die Inspiration, die ihr braucht. Also, ganz nach Pippi- Sachen, Ideen ,neue Projekte wollen gefunden werden. Meist sind sie ganz in der Nähe, sie zeigen sich erst dann, wenn es den richtigen Augenblick dafür gibt.
Vielleicht habt ihr ja Lust, jeden Tag ein bisschen Sachenfinder/ Ideenfinder zu sein. Schaut einfach mal was um euch herum ist, vielleicht lassen sich Abläufe im Alltag oder Büro mal genau anders herum planen, vielleicht lässt sich durch Ändern von Abfolgen eine effektivere Gestaltung des Tages schaffen? Wer weiß, was ihr für kreative und spannende Entdeckungen macht?! Genau so bin ich auch zum Foto dieses Beitrags gekommen. Es ist ein Erste-Hilfe-Pavillon an einem Allgarve-Strand. Aber für mich ist es auch ein Ressourcen-und Tank-Pavillon! Denn beim Sachen finden gelingt manches nicht sofort, es kommt zu Verletzungen aller Art. Außerdem ist es unendlich wichtig für das Entwickeln und Finden von etwas Neuem, sich Kraft und Trost aus Positivem der Vergangenheit zu holen. Im Pavillon sind dann hoffentlich auch die unbedingt wichtigen Menschen, die trösten, unterstützen und Kraft geben können. In diesem Sinne wünsche ich euch einen wunderschönen und aufregenden Mai!

“ Wenn Du erkennst,dass es Dir an nichts fehlt gehört Dir die Welt.“ -Laotse-



Mich hat dieser Satz gestern so tief im Herzen berührt!!!
Ich möchte ihn mit euch teilen, denn er entspricht genau dem, wonach ich eigentlich die ganze Zeit strebe. Auf meinem Weg zur Arbeit benutze ich meist eine private Fähre über die Havel. An manchen Tagen bieten sich mir solche Ausblicke wie der auf dem Foto. Diese Momente des alltäglichen Glücks und der absichtslosen tiefen Zufriedenheit im Augenblick berühren mein Inneres. Dieser kleine Moment der Überfahrt dauert nicht länger als fünf Minuten, dennoch zehre ich von der tiefen Verbindung mit der Ruhe und Natur noch wochenlang. Ich möchte mich im Alltag gern mehr an solche Momente erinnern und sie mir gönnen. Im Laufe meines Lebens bemerke ich mehr und mehr wie wichtig es mir ist, Tankstellen für meine tägliche Kraft zu finden. Alle Menschen haben solche individuell verschiedenen kleinen Stellen, an denen sie Kraft für den Alltag auftanken können. Manche beten, andere meditieren, Joggen soll Glückshormone freisetzen, wandern gibt innere Ruhe, Musik lässt die Seele schwingen,… Schaut doch mal bei euch: Was ist in letzter Zeit zu kurz gekommen im Alltagsgetümmel? Welches Bedürfnis meldet sich bei euch? Vielleicht das nach Leichtigkeit und Spass?
Dann nix wie los zum Tanzkurs, auf die Rollschuhe oder zum Theaterworkshop. Das alles sind Tankstellen für mehr Kraft und Gelassenheit im Alltag jenseits von all den Zwängen und Anforderungen. Auch ganz ohne Geld ist es möglich, den Moment vollkommener Zufriedenheit zu erreichen – und sei es nur für einen Moment. Sicher gibt es ganz reale Sorgen und Nöte, die sich nicht wegzaubern lassen. Wie wäre es jedoch ,trotz Widrigkeiten und vielleicht kleinen Geldbeutels sich täglich drei Dinge zu überlegen für die es sich lohnt, dankbar zu sein. Oder nach drei Dingen am Tag zu forschen, die gut gelaufen sind, auch wenn der ganze Tag eine scheinbare Katastrophe war. Einen Moment innehalten, gewahr werden was tatsächlich ist, dreimal tief durchatmen und dann in kleinen Schritten weitergehen im Hier und Jetzt, diese sich immer wiederholende Übung kann uns zu Laotse begleiten!


Was ist Deine Vision von der Welt?


Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen,” sagte Helmut Schmidt einst über Willy Brandts Visionen im Bundestagswahlkampf 1980 . Zum Glück haben sich die Ansichten darüber in der heutigen Zeit geändert.

Als Coach bin ich viel in der Stadt unterwegs, unter anderm auch mit der U-Bahn. Beim Erklimmen der Treppe zum Bahnsteig sprang mich der an eine Stufe geklebte Sticker der Erinnerungsguerilla https://www.die-erinnerungsguerilla.org/ an. Also sofort gestoppt, Handy gezückt und festgehalten. Wer weiß wozu ich das noch einmal gebrauchen kann, war mein erster Impuls. Das ist jetzt so ungefähr zwei Jahre her. Immer mal wieder bin ich der Frage in meiner virtuellen Fotokiste begegnet, habe mich einen kleinen Moment mit dem Thema verbunden – Was ist eigentlich meine Vision von dieser Welt? – und dann ging der Alltag weiter. Ich finde die Frage nach Visionen im Leben, in der Arbeit, in der Liebe absolut relevant und spannend. Es ist lohnend, eine Bestandsaufnahme zu machen von den großen Lebensplänen, zu schauen wie und ob meine berufliche Karriere vorankommt oder mich zu fragen fragen, was ich bereit bin für die Gesellschaft, in der ich lebe, zu tun. Genauso interessant ist es, sich mit anderen darüber auszutauschen. Vielleicht haben sie ja ähnliche Ideen und ein Netzwerk kann entstehen. Dabei hilft mir sehr gut, Ziele in der Zukunft zu formulieren, zum Beispiel, „“Was genau habe ich am 01.März 2025 von meiner Vision verwirklicht? Wer teilt meine Visionen zu dieser Zeit? “ Meine Vision als Coach und Dozentin zu arbeiten, habe ich genau so vor vielen Jahren visualisieren können, es war eine ganz schön schwere Geburt….Und heute bin ich voll dabei und noch immer glücklich, dass ich mich getraut habe, eine Vision zu haben.

Meine Vision von der Welt ist ein Leben und Miteinander aller Menschen jenseits von richtig oder falsch, ohne Mißgunst und Hass.

…und hinterlasse eine Spur !

Dieser Ausspruch Jean Pauls zierte eine Postkarte, die ich vor circa zehn Jahren zufällig beim Optiker meines Vertrauens fand – oder fand sie mich?! Seitdem steht sie in meinem Arbeitszimmer und erinnert mich immer wieder an meine Träume. Manchmal braucht es diesen berühmten kleinen Anstupser, um sich zu trauen, Mut zu fassen und endlich anzufangen. Den Plan gibt es schon lange im Kopf und im Herz, dennoch gibt es viele gute Gründe, dann doch nicht zu beginnen. Schon lange wollen Sie mit dem Sport beginnen, aber heute ist es kalt und glatt draußen – da ist es zu gefährlich beim Joggen. In diesem Jahr wollen Sie ganz bestimmt mit der gesunden Ernährung beginnen, aber der berufliche Stress lässt Ihnen nur Zeit für Fastfood. Die Kontakte zu Ihren Freunden und Kollegen sind Ihnen sehr wichtig, aber es gibt so viel zu tun. Ja, im Alltag werden wir abgelenkt von dem, was uns wirklich wichtig ist. Wir sind frustriert darüber, resignieren und fühlen uns schlecht und überfordert. Mir hilft in solchen Situationen das Fokusieren, das Beginnen mit dem ersten Schritt. Ich überlege mir was ich erreichen möchte, ganz konkret. So kann ich zum Beispiel beim Thema Joggen neben der Schönwetter- auch eine Schlechtwettevariante in petto haben – und schon kann ich mein Sportprogramm absolvieren . Bei der Umsetzung meiner Träume hilft mir auch, realistische Ziele zu entwickeln. Das gibt mir ein Erfolgsgefühl und den Ansporn, ein nächstes Ziel anzustreben. Vergleichbar ist das mit einer Bergwanderung in den Alpen auf dem E5 nach Meran. Teile ich meine Strecke in überschaubare Abschnitte ein, die ich gut bewältige, werde ich zufrieden sein und sehr wahrscheinlich mein Gesamtziel erreichen. Stürme ich los ohne Orientierung und Plan werde ich meine Energie schon bald verbraucht haben und mehr Kraft bis zum Ziel brauchen. Vielleicht geht es Ihnen mit den Gedanken von Jean Paul wie mir – lassen Sie sich inspirieren und hinterlassen Sie eine Spur!